Traumgruppe

Haben Sie auch schon mal überlegt, was Ihre Träume bedeuten könnten? Dann gehören Sie nicht zu denjenigen, die glauben, dass Träume einfach Schäume sind. Carl Gustav Jung, der Schweizer Psychiater und Psychotherapeut, hat während vielen Jahrzehnten mit unzähligen Patienten zusammen Tausende von Träumen gedeutet, und blieb doch immer ganz bescheiden, indem er sagte, dass es gut ist, sich vor der möglichen Deutung eines Traumes immer wieder zu sagen, dass man gar nichts weiss. Er hat davor gewarnt, Träume nach einem fixen Muster zu deuten, weil Symbole nicht für alle das Gleiche bedeuten. Jeder Mensch hat demgemäss seine ganz eigene und persönliche Traumsprache. Eine Traumdeutung ist deshalb nur richtig, wenn sie der Träumer selber als stimmig und richtig betrachtet und erlebt.
 
Hatten Sie auch schon einmal die Idee, dass es faszinierend sein könnte, die eigenen Träume besser zu verstehen? Vielleicht wussten Sie noch gar nicht, dass in der Analytischen Psychologie von Jung die Arbeit mit Träumen im Rahmen einer Psychotherapie oder Psychoanalyse ganz zentral ist? Aber es kommt noch besser! Nun gibt es auch die Möglichkeit, sich mit den eigenen Träumen auseinanderzusetzen ohne Psychotherapie.
 
Arthur T. Funkhouser, Jungscher Analytiker und Lehranalytiker, hat ein Konzept für Traumgruppen entworfen, in welchem eine Traumgruppe nicht nur von einem ausgebildeten Psychotherapeuten geleitet werden kann. Gemäss diesem Konzept möchte auch ich in einer Pilotphase nach meiner einjährigen Ausbildung am C. G. Jung-Institut eine solche Traumgruppe ins Leben rufen.
 
Wer kann in dieser Gruppe von 6-12 teilnehmenden Personen mitmachen? In einer ersten Phase interessierte Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde Gsteig-Interlaken, die sich selber als psychisch gesund bezeichnen, und nicht in akuten Krisensituation leben, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Gruppe das Gefühl hat, ihnen helfen zu müssen. Natürlich muss man auch die Regeln akzeptieren. Dazu gehört absolute Verschwiegenheit in Bezug auf Träume von anderen. Eigene Träume kann man selbstverständlich auch anderen erzählen.
 
Interessierte können sich melden bei Franz Winzeler, ev. ref. Pfarrer Kirchgemeinde Gsteig-Interlaken mit Zusatzausbildung CAS Analytische Psychologie nach C. G. Jung, mail winzeler@kirchensoft.ch, Telefon 033 822 83 52.
 
Hier geht es zur detaillierten Beschreibung des Konzeptes nach Arthur Funkhouser. Da es eine direkte Übersetzung aus dem Englischen ist, sind die Texte nicht ganz fehlerfrei. Wichtig für das Verständnis der Vorgehensweise dieser Traumgruppe sind vor allem Anhang A Grundregeln für Traumgruppen und Vier grundlegende Werkzeuge für Traumarbeit.

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